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Jahresergebnisse

Geschäftsentwicklung 2015

Im Jahr 2015 erzielten die Stadtwerke mit TEUR 70.538 (ohne Strom- und Energiesteuer) TEUR 6.505 weniger Umsatzerlöse als im Vorjahr (TEUR 77.043) und liegen damit etwas unter dem Planwert von TEUR 71.911. Die Unterschreitung des Planwertes ist im Wesentlichen auf Regulierungsbedingte geringere Erlöse aus der Stromnetznutzung und Preissenkungen im Strom- und Gasbereich sowie die milde Witterung zurückzuführen. Trotz der gesunkenen Umsatzerlöse konnte der Rohertrag mit TEUR 27.498 auf Vorjahresniveau (TEUR 27.552) gehalten werden und liegt leicht über den Erwartungen von TEUR 27.062, was primär auf die gesunkenen Einkaufskosten zurückzuführen ist. Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 3.514 (Vorjahr: TEUR 3.973) und liegt damit unter dem Vorjahresergebnis, jedoch mit TEUR 135 über dem Planergebnis von TEUR 3.379. Risiken im Strom- und Gasbezug sind aus heutiger Sicht mittelfristig nicht zu erkennen. Daher wurden diesbezüglich keine neuen Rückstellungen gebildet.

Die einzelnen Geschäftsbereiche haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in unterschiedlichem Maße zur wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen. Der Strombedarf im eigenen Netzgebiet verringerte sich weiter leicht um 0,9 % auf 279 GWh, was auf eine vermehrte Eigennutzung von EEG-Strom hinweisen kann. Die Netzverluste betrugen 5,5 % (Vorjahr: 4,9 %). Der Stromverkauf sank um 9,4 % auf 190 GWh, was jedoch über der Prognose von 162 GWh lag. Der Mengenüberschuss ist dabei hauptsächlich auf die nicht planbare Belieferung größerer Individualkunden zurückzuführen.

Zum 31. Dezember 2015 waren 810 EEG-Anlagen mit einer installierten Leistung von 49.530 kW (davon 35.260 kWp Photovoltaik und 13.800 kW Windenergieeinspeisung) an das Netz der Stadtwerke angeschlossen. Die Anschlussleistung liegt damit gegenüber dem Vorjahr noch weiter über der Netzlast. Nach einer Vervielfachung der installierten Photovoltaikleistung in den letzten Jahren betrug die Erhöhung in 2015 lediglich 1,4 %. An sonnigen Tagen kommt es in den Mittagsstunden regelmäßig zu Rückspeisungen in die vorgelagerte Netzebene. Dieser Anteil erhöhte sich in 2015 gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Witterungsverhältnisse stark um ca. 41 % auf nunmehr 5.959 MWh. Die im Jahr 2015 eingespeisten EE-Strommengen betrugen bei Wind 15,4 GWh (Vorjahr: 13,3 GWh) und bei Photovoltaik 32,9 GWh (Vorjahr: 30,1 GWh), entsprechend 5,5 % und 11,8 % des Letztverbraucherabsatzes.

Die Stromerzeugung in den Blockheizkraftwerken stieg leicht um 2,7 % auf 31,2 GWh. Die vermehrten Abschaltungen infolge niedriger Börsenpreise setzten sich auch im Berichtsjahr fort. Die Erlöse der Stromsparte sanken gegenüber dem Vorjahr vorrangig durch den Wegfall einiger Großkunden.
Bei einer weiteren Senkung der wettbewerblichen Gaspreise sanken die Umsatzerlöse der Gassparte um 2,4 % auf TEUR 17.435.

Die Durchschnittstemperatur 2015 lag mit 9,9 °C um etwa 0,2 Grad höher als 2014. Insbesondere der Monat Dezember war mit einem Temperaturunterschied zum Vorjahresmonat von 7 K deutlich wärmer als der des Vorjahres.

Aufgrund weiterer Erschließungsmaßnahmen stieg die im Netzgebiet abgesetzte Gasmenge um 7,2 % auf 551 GWh. Der Vertriebsabsatz stieg entsprechend um 5,5 % auf 309 GWh (Vorjahr: 293 GWh). Beides blieb jedoch witterungsbedingt hinter den Erwartungen zurück. Wettbewerbsbedingt ging der Gasverkauf an Großkunden um 13,6 % weiter zurück, wohingegen der Verkauf an Haushalts- und Gewerbekunden um 9,1 % gesteigert werden konnte. Aufgrund der gesteigerten Stromproduktion und des gesteigerten Wärmeabsatzes stieg zudem die Menge der Innenlieferung um 3 %. Positiv ist der gegenüber dem Vorjahr erhöhte Mengenabsatz der Bioerdgas-Tankstellen um 11,6 %.

In der Wärmesparte stieg der Absatz um 6,4 % auf 71,6 GWh. Die relativen Wärmeverluste lagen mit 14,9 % etwas niedriger als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 6.534 auf dem Vorjahresniveau, jedoch unter dem Planwert von TEUR 7.138.

Der Trinkwasserabsatz erhöhte sich um 7,2 % von 1,7 Mio. m³ auf 1,8 Mio. m³. Die Wasserverluste verringerten sich auf 8,7 % (Vorjahr: 10,4 %). Die Umsatzerlöse erhöhten sich dementsprechend leicht um 3,7 % auf TEUR 3.981 (Vorjahr: TEUR 3.839).

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